Umsetzung der Steuervorlage 17 in den einzelnen Kantonen


Wir verfolgen für Sie die Entwicklungen und Reaktionen in den einzelnen Kantonen auf die Steuervorlage 17 (SV17).


Kanton Aargau

Die Kantonsregierung will mit Interessensvertretern Gespräche führen bevor sie ihre Stellungnahme zur Steuervorlage 17 nach Bern abschickt.

Kanton Basel-Land

Die Baselbieter Regierung fordert die rasche Neuauflage einer Unternehmenssteuerreform, denn Rechts- und Planungssicherheit sei eminent für die Unternehmen. Die Regierung will zudem Basel-Land als steuerlich attraktiven Wirtschaftsstandort erhalten und bleibt in engem Kontakt mit der Baselbieter Wirtschaft. Statusgesellschaften haben gerade auch im Kanton Basel-Land eine grosse wirtschaftliche Bedeutung.

Kanton Bern

Der Kanton Bern kennt mit einem Gewinnsteuersatz von 21.64 % eine der höchsten Unternehmensbesteuerung in der Schweiz. Mit der Steuervorlage 17 könnte Bern noch weiter ins Hintertreffen kommen. In der Novembersession 2017 wird der Grosse Rat nun die Steuergesetzrevision 2019 behandeln, welche vorsieht, die maximale Gewinnsteuerlast in drei Jahren schrittweise zu senken.

Kanton Genf

Die Vorschläge des Steuerungsorgans des Bundes sind kompatibel mit dem Vorhaben der Genfer Finanzkommission. Gemäss dem Grossen Rat handelt es sich um ein Projekt, welches mehr auf Konsens ausgerichtet und ausgewogen ist. Der einzige Punkt der beanstandet wird, ist der Kantonsanteil an der Bundessteuer. Der Kanton Genf wird sich mit anderen Kantonen dafür einsetzen, dass der Kantonsanteil wieder auf 21.2 % erhöht wird. 

Auf kantonaler Stufe wird der Kantonsrat bis September zusammensitzen und einen Vorschlag entwickeln. Der Kantonsrat ist der Meinung, dass die früheren Kernpunkte aufrechterhalten bleiben sollen. Das neue Bundesgesetz über die Steuervorlage 17 wird voraussichtlich am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Den Kantonen wird demzufolge zur Umsetzung der eidgenössischen Bestimmung in ihr kantonales Recht eine Frist bis zum 1. Januar 2020 zugesprochen.

Kanton Schwyz

Das Finanzdepartement des Kantons Schwyz unterstützt die neuen Eckwerte der Steuervorlage 17 grundsätzlich. Die Umsetzung der SV17 solle dazu benutzt werden, den Kanton als Ganzes für Unternehmen steuerlich attraktiv zu machen, evtl. mittels Einführung eines einheitlichen Gewinnsteuersatzes für das ganze Kantonsgebiet.

Kanton St. Gallen

Unternehmenssteuerreform – was macht der Kanton St. Gallen? Schriftliche Antwort der Regierung vom 28. März 2017

Mit Blick auf die kommende Haushaltsplanung bestehe derzeit noch kein Grund, die Planwerte beim Aufgaben- und Finanzplan (AFP) zu korrigieren. Die Regierung werde die Lage jedoch laufend analysieren und mit dem Budget bzw. dem AFP 2019–2021 dem Kantonsrat Bericht erstatten.

Kanton Waadt

Der Kanton Waadt wartet nicht länger auf die Steuervorlage 17 und setzt seine eigene Vorlage bereits auf Anfang 2019 um. Die Waadtländer Stimmberechtigten hatten die kantonale Umsetzung der USR III nämlich bereits am 20. März 2016 mit einer klaren Ja-Mehrheit von 87,12 % angenommen. Die Waadt wird also die Unternehmenssteuern von 20,95 % (2018) auf 13,79 % (2019) senken, ohne die Kompensationszahlungen des Bundes abzuwarten. Damit wählt der Kanton Waadt einen anderen Weg als die Mehrheit der anderen Kantone, welche nach dem Nein zur USR III auf Bundesebene die Steuervorlage 17 abwarten.

Kanton Zug

Finanzdirektor Heinz Tännler unterstützt die Vorschläge des Steuerungsorgans des Bundes für die Steuervorlage 17. Der Kanton Zug plane einen einheitlichen Gewinnsteuersatz für alle Unternehmen von rund 12 Prozent. Weiter sollen eine Patentbox mit einer kantonalen steuerlichen Entlastung von 90 Prozent eingeführt und Forschung und Entwicklung mit einem 150-prozentigen kantonalen Abzug gefördert werden.

Kanton Zürich

08.10.2017

Der Kanton Zürich will mit Gemeinden und Wirtschaft eine gemeinsame Position zur Steuervorlage 17 finden und hat zu einem runden Tisch eingeladen. Wie der Kanton mitteilt, lassen sich bis jetzt noch keine Ergebnisse vermelden, doch wollten alle Beteiligten weiter nach einem gemeinsamen Nenner suchen. Im Dezember muss sich Zürich in Bern zur SV 17 äussern und zeigen, wie man sie kantonal umsetzen will.

29.08.2017

Obwohl der Bundesrat im Juni bei seinem Beschluss zu den Eckwerten der Steuervorlage 17 den Eigenkapitalzinsabzug aus dem Reformpaket gestrichen hat, will der Kanton Zürich den Kampf noch nicht aufgeben. Gemäss einer Firmenumfrage im Auftrag der Zürcher Handelskammer (ZHK) könnte der Eigenkapitalzinsabzug dem Kanton per Saldo erhebliche Mehreinnahmen bringen. Darum will sich die ZHK in den kommenden Monaten dafür einsetzen, Verbündete in anderen Kantonen und Verbänden zu finden, welche die Anliegen des Kantons Zürichs mitunterstützen.

Zudem hat das kantonale Steueramt Zürich am 28. August 2017 Praxishinweise zum Statuswechsel von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften publiziert: Praxishinweis zu §§ 73 und 74 StG ZH und Ergänzung des Praxishinweises.